Abel Tasman – Great Walk 75km

Der mindestens genauso bekannte Great Walk wie der Milford Sound ist am noerdlichesten Part der Suedinsel zu finden, im Abel Tasman National Park.
Das wichtigste ist, dass dieser Track auch im Winter nicht(wie viele andere) geschlossen wird, da ganzjaehrig das Wetter „ausreichend“ gut ist.
Hier gibt es die Uebersicht zum Walk.

Soo gut man

Soo gut man

Ich hatte eh vor noch einen zweiten grossen Walk zu machen und die kommenden 3-4 Tagen sahen so super sonig aus, da hat das einfach reingepasst. Die Huetten waren mit 32$ gerade noch im Rahmen. Aber eins vor weg, das Uebernachten in den Huetten war wirklich kaum Spass. Es wurde ab 16:30 so schnell so kalt und dunkel und diese Huetten (Wie so ziemlich alle Huetten in NZ) verfuegen weder ueber Strom, Warmwasser oder dergleichen Luxusdinge. Morgens im dunkeln auf den Pott war bei 2-3 Grad echt… sagen wir einfach mal interessant, aber nicht geil 😀

Wie gesagt, gefrorener Boden...

Wie gesagt, gefrorener Boden…

Der Walk ging los, in dem wir (eine Gruppe von etwa 9 Leuten mit dem Boot zum Ende(Totaranui) des Tracks gefahren sind. Man kann den Track in beide Richtungen machen, aber da es eininge Passagen gibt, die man nur bei LowTide ueberqueren kann.
Der erste Tag war dann also zur ersten Huette. Es war so unglaublich sauber auf dem Pfad und angenehm fordernd mit immer wieder zwischen den Baeumen durchblickend herrlich blau-tuerkise Bucht.

Bezaubernd

Bezaubernd


Angekommen bei der ersten Huette wurde gleich erstmal Wasser im Topf heiss gemacht und anschliessend der angrenzende Strand ausgemacht. Es war wirklich paradisisch schoen, aber halt doch etwas zu kalt um den weissen sandstand und die untergehenede Sonne zu richtig geniessen. Da es halt auch echt schon um 17:30 sehr dunkel war, haben wir uns in der Huette nen Feuerchen im Kamin gemacht, jeder was zu Essen in Topf und ne runde gequatscht und ich hab mal eben mein alten Schachskill aufblitzen lassen, in dem ich die beiden Jungs aus der Schach AG mit ner boesen Springerzange Matt gesetzt habe, Danke Papa :)
Walk along the Beach

Walk along the Beach

Aber nach der Rennerei mit etwa 12km am Tag und wenig in der Huette zu tun ging es gegen 20:00 in den eiskalten Schlafsack. Gaebe es elektrizitaet in der Bude haette man den Atem sehen koennen…

Ich mag das

Ich mag das


Den naechsten Morgen starteten wir gegen 08:00, da etwas mehr als 20 km auf der Uhr standen. Es war wie erwartet sehr frisch, aber alles in allem OK. Der Weg war herrlich an der Kueste entlang und man konnte sich einfach nicht satt sehen, an diesem weissen Sandstrand und der wie gemalten Farbe des Meeres. Gegen Mittag erreichten wir die Huette und gingen auch wieder gegen 20:00 ins Bett.
Ich werde es noch oefter sagen, aber es sieht einfach super aus

Ich werde es noch oefter sagen, aber es sieht einfach super aus


An dem Abend haben wir uns gut unterhalten, ein paar Kerzen angezuendet, ich habe mit meinem Brot angegeben und spaeter haben wir etwas geraetzelt, welche Sternformation was seien koennte. Diese Nacht war viel waermer, da der Ofen in der Mitte des Raumes stand und alle Zimmer mit offener Tuer davon profitierten,
Wir waren etwa 12 Leute in der Huette und mit den Kerzen und den ruhigen Gespraechen war die Atmosphaere einfach unfassbar schoen und niedlich.

Der Tag darauf war der Killertag, da wir etwa 30 km vor uns hatten. Diesmal ging es gegen 7:30 bei morgengrauen los. Den ganzen Weg bin ich mit Briouc aus Belgien gewandert und ich habe mich jedes mal wie Bolle gefreut, als wir wieder mal neue Leute getroffen haben und er gefragt wurde „What are u doing back in Belgium“ und er sagte „Im a Chocolate Maker„. SOOO abgefahren, er ist also Kloesschens Vater !! (Den verstehen nur die TKKG Nerds^^).

Nach 5 Stunden und noch immer 10km zu gehen hatte ich auch langsam echt kein Bock mehr. Die Scenerie war nach wie vor sehr schoen, wenn mich auch der gefrorene Sand bei astreinem blauen Himmel etwas verstoert hat, aber nach nem gewissen Punkt wird aus angenehmen wandern einfach nur noch „Ich muss… Kein bock mehr“ Stimmung, also war ich mehr als gluecklich endlich am Ziel angekommen zu sein. Und das war ein Finale… was eine Killerbucht hinten raus. Das Bild was man so von der Karibik im Kopf hat, mit Palmen, Sandstrand, tiefklares Meer und Yachten in der Bucht… Das war die letzte Bucht.

Letzter Morgen , Abel Tasman

Letzter Morgen , Abel Tasman


Die letzte Nacht haben wir es uns dann auch wieder gemeinsam im „Aufenthaltsraum“ gut gehen lassen und zum letzten Mal gegen 20:00 zu Bett gegangen. Die 4 Stunden am naechsten Morgen waren irgendwie auch mehr qual als Spass, da ich einfach nur noch das Ende erreichen wollte. Das klingt vielleicht alles so traurig, aber nach 50-60 km ist einfach die Luft raus, vorallem nach so nem riesen Tag.

Alles in allem war es natuerlich trotzdem ein recht cooler Track, das Wetter hat so unfassbar gut mitgespielt fuer tiefste Winderverhaeltnisse in NZ, die Atmosphaere auf den Huetten war immer sehr schoen, aber nochmal wuerde ich ihn auch nicht machen wollen. Ich mag eher 2-3 Stunden berg auf sterben und dann die Welt zu fuessen haben…. und wenn dann noch nen Helicopter oder Seilbahn wieder runterfaehrt haette ich da mal so gar nichts gegen 😀

Nochmal vielen Dank an meine nette Wanderbegleitung Briouc, hat echt Spass gemacht mit dir, Mann! :)
J4l3n

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