West Highland Way Teil 4

Nach dem Sieg gegen Portugal auf dem McDonald Campingplatz ging es dann am nächsten Morgen zur letzten Etappe Richtung Fort William, dem Ende des WHW.

Ganz alleine bin ich dann los und traf nach 2 Stunden mal wieder die 4 Guys;). Kurzes gemeinsames Päuschen und dann alleine weiter dem Ende entgegen durch die tiefen der Highlands. Sehr bergig und wunderschön anzusehen.Dann erstmal wieder über ein paar Stunden alleine rumgelaufen und später im Waldstück habe ich dann die 4 wieder gesehen und bis Glen Nevis, dem Campingplatz vor Fort William gegangen. Der Plan war von denen, abends um 11 rauf auf den Ben Nevis (1344m) zu gehen und dort den Sonnenaufgang zu sehen.
Ich war im Grunde wirklich im Eimer und hatte auch ernsthafte Bedenken, da meine Knie und Gelenke wirklich geschmerzt haben. Aber wann hat man mal wieder die Chance dazu?
Also hab ich mich mehr oder weniger überreden lassen und wir sind dann mit kleinem Gepäck, also Nahrung und Getränke,4 Stirnlampen und los gings.

Der Weg war seehr anspruchsvoll und extrem steil. Ich dachte zwischenzeitlich wirklich, ich müsste abbrechen. Es ging über meine physischen Limits drüber, definitiv!
Aber mit ein paar Pausen zwischendrin und sich gegenseitig pushen klappte es, nachdem wir dann 4 Stunden nur steil nach oben sind, sind wir auf dem Gipfel im Dunkeln angekommen. Es war etwa 2:30 und die Sonne würde gegen 4:30 aufgehen. Und auf so einem Berg ist nunmal auch irgendwie kalt, etwa 0° und sehr windig. Da mussten wir uns wirklich zusammen reißen und uns gegenseitig wärmen. Nachdem wir ein kleines Feuerchen gemacht haben und viele warme Gedanken, ging die Sonne dann auch etwa gegen 4:15 auf und wir haben super Bilder gemacht und mit einem Schottischen Tennents in 1344m Höhe angestoßen. An der Stelle vielen Dank ihr 4 für diesen irren Trip da hoch, hat sich wirklich gelohnt.
Das einzige was etwas genervt hat war der Abstieg, zwar eine Stunde schneller, also 3 Stunden, aber 3 Stunden sich komplett konzentrieren und auf das herabsteigen fokussieren ist eine echte Probe für die Nerven… und das morgens um 6 Uhr nach nem 32km Tag in den Knochen.
Jeder Step hat extrem geschmerzt und ich hatte auch wirklich Null Motivation mehr, aber es gab keine Alternative;)
Unten endlich angekommen haben meine Füße gejauchzt und einfach nur gefeiert, als ich endlich im Zelt lag. Jaaa Done!

Der kommende Tag war im Grunde nur noch der kurze Walk nach Fort WIlliam zu dem alten Mann auf die Bank (Das Wahrzeichen, des offiziellen Ende des WHW)
Dann gab eine es kleine Verabschiedung und die 4 stiegen in Ihren Zug und ich eine Stunde später in den Bus Richtung Glasgow.
Das war auch nochmal eine Tour, 3 1/2 Stunden mit dem Bus fahren, mensch mensch.

In Glasgow angekommen hatte ich nun nach meinem KFC Menü wieder etwas Energie für die letzte Aufgabe -> Wie komme ich am einfachsten zum Flughafen in Edinburgh ohne da  pennen zu müssen.
Also Hostelnacht in Glasgow, dann den besten englischen chat meines Lebens gehabt mit Jader, Brasilianer und Business English Teacher, ist klar 😉
Nebenbei gesehen, wie England bei der WM untergeht und einen typischen schottischen Wiskey getrunken.
Am nächsten Morgen dann nach Edinburgh Airport und ab nach Bremen.

Alles in Allem war der Trip extrem genial, eine Mischung aus Planung und Spontanität, so wollte ich es haben.
Auch nochmal vielen Dank an Fraser für deine Superhilfe!

Ma schaun wo die Reise als nächstes hingeht, denn eins ist klar.. Ich habe Blut geleckt ;>

J4l3n

 

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