City of Seekers

English Version below:

Jau, da ging es also am Donnerstag den 15.06. – 18.06. los – City of Seekers in Hameln. Ich hatte die Tage davor irgendwie noch gar kein Bock, keine Vorfreude auf das Festival und hier ist auch gleich das erste wichtige Learning für mich. Ab sofort überlege und fühle einmal mehr in mich hinein, ob ich dieses oder jenes wirklich machen möchte. Ich habe in den letzten Wochen zu schnell und leichtfertig meine Zustimmung für Dinge, Absprachen und Events gegeben und hab das gar nicht vorher mal durchgefühlt. Und dann kann das genau so kommen, dass das Festival im Vorfeld puren Stress bedeutet, weil meine Energie einfach nicht da war und mir eher nach nem entspannten Wochenende mit Diablo 4 in meiner Comfort Zone war… gut, dass ich der Bequemlichkeit wiederstanden habe 😉

Stattfand das ganze Ding auf dem Zeltplatz Alpha One in Hameln. Kurioserweise war an dem Wochenende auch noch ein Caddytreffen mit bestimmt 100 Teilnehmern. Genauso viele Seelen wie auch bei uns.
Ich hatte mich am Virmittag ordenlich auf den Trip vorbereitet, da 4 Tage Campging anstanden und ich liebe ja Vorbereitung.Also hab ich mein Auto voll mit Futter, Gas Kocher, Spielen und Camping Gear gepackt und bin die Stunde nach Hameln gefahren. Die kurze Entfernung kam mir sehr zu Gute, da es mein erstes Festival war und ich im schlimmsten Fall hätte einfach umkehren können.

Das ganze Festival war unter der Flagge der Yes Familie angesiedelt, einer „Youtube“ Gemeinde, die gerne neue Leute kennenlernt, sich selbst, neue Erfahrungen aufsucht und einfach das gute Leben anstrebt, welches vor allem draußen in einer Gemeinschaft stattfindet. So habe ich das zumindest für mich abgespeichert 😉

Ich kannte im Vorfeld keinen und genau das hat mich die ersten 1-2 Stunden auch echt Kraft gekostet. Die meisten Teilnehmer vor Ort und natürlich die Orgas kannten sich schon und ich kam als außenstehender Typie dazu, dazu noch steinalt im Vergleich zu den vielen jungen spirituellen Hüpfern 😉

Freut mich natürlich total, dass anscheinend immer mehr junge Leute sich früh mit persönlichkeits Entwicklung und der Scene beschäftigen. Davon und der darin enthaltenden Weltoffenheit und Tolleranz kann dieser Planet wahrlich mehr vertragen.
Auf vergangenen Reisen hatte ich damit häufig mal meine liebe Mühe, da ich der jungen Generation immer angedichtet habe, dass die Interessen, vielmehr noch die Gesprächsthemen einfach zu unterschiedlich vom Niveau sind, um gemeinsam zu flowen. Auf dem Festival war das allerdings ein unpassender Glaubenssatz, wie sich rausstellte.

Die Truppe war aufgeschlossen hoch 86 und war hungrig auf neue Menschen und anregende Gespräche. Genauso hungrig waren sie/wir auf „einfach mal machen“, was ja genau meine Spezialität ist.
So haben wir am ersten Abend nach dem Barbecue ne schöne Runde Frisbee gespielt. Ich lieb das ja, wenn es einfach so passiert. Niks planen, organisieren oder groß absprechen. Gabriel schnappte sich also einfach die Frisbee, hat 2-3 Leute motiviert, und kurzer Zeit später waren wir zu 10t im Kreis und hatten echt viel Spaß bei einem bomben Sonnenuntergang. Und Schwups sind diese 10 Leutchens sofort cool untereinander gewesen. Bisschen so wie das Hostelleben in the old days 😉

Von da an hab ich dann auch mehr und mehr Spaß gehabt. Die Workshops, die mannigfaltig waren, haben mir sehr gut gefallen. Von „how to be kind to yourself“, nem Workshop übers Löten, Tanzen, Speeddating und der Impro Theater Show war echt viel Abwechslung dabei.
Vor allem der Theater Kurs war Weltklasse, da es einfach komplett ausgedacht und live stattfand. Ich war leider zu spät dafür, allerdings war das Zuschauen von der Seitenlinie ein Riesen Spaß 😉

Hier mal eine Übersicht über die Kurse: WhatsApp Image 2023-06-15 at 10.49.34
Dieses Camping Flare ist auch total meins. Morgens in- bzw. aus dem Zelt krabbeln, mittags den Gaskocher bemühen und einfach viel draußen sein. Weg von Display Times und in der Wohnung rumhängen. Draußen die Sonne und den Wind genießen, nebenbei aufpassen, dass man nicht die ganze Ladung Wasserbomben abbekommt und auch einfach mal den Blick über das wunderschöne Weserbergland schweifen lassen.

Nichts desto trotz habe ich mich aber auch häufiger mal sehr disconnected gefühlt. Wenn ich andere beim zusammen essen, spielen, quatschen oder chillen gesehen habe, war ich teils schon alleine(in meinem Kopf). Und dann habe ich auch nicht immer Bock gehabt, einfach dazu zu stoßen, sondern wollte irgendwie, dass …Leute auf mich zu kommen, sich um mich kümmern und abholen.

Aber genau darum geht’s ja auch. Diesen Discomfort aushalten und einfach da sein lassen. Am Ende des Tages geht es bei diesen nicht so schönen Momenten eh nur um eins: Akzeptanz. Easier said than done…

Der Atemworkshop eines Morgens war allerdings erste Sahne. Ich lieb das so sehr in einer Gruppe verschiedene Selbsterfahrungsübungen zu machen. Es ging in Richtung Wim Hof, war allerdings leicht verändert. Super gut war die Vorbereitung darauf und die Musik dazwischen.
Nicht zuletzt der Fakt, dass wir das draußen im Gras gemacht haben. Da hat mir ein Satz von Johan dem Instruktor soo gut getan, während wir in der Entspannungsphase waren: „Spür den Wind um dich herum“.
Ich hab da tatsächlich noch nie drauf geachtet, weil ich in dieser Phase ausschließlich in meinem Körper war.
Am Ende von der Session fühlte ich mich sooo fucking verbunden mit mir und allem. Zeitweise hatte ich so viel Energie und wollte nur dancen dancen dancen. Die abschließende Hugging-Runde war sehr beseelend und hat der ganzen Geschichte ein rundes Ende verliehen.
Ich blieb fast den ganzen Tag so gut gelaunt und war, wie Wim es immer sagt „High on my own supply“ 😉

Ein weiteres Highlight waren die späten Discoabende, wo vor allem am letzten Abend das verdammte Zelt einfach abgefackelt wurde (energetisch gesprochen). Auch die spanische Musikmachende Live Band war einfach genial und haben den Laden sowas von eingeheizt.

Allerdings war ich an den Abenden gar nicht so in Dance-Laune. Mich hats mehr an das Lagerfeuer gezogen, wo sich erst einige, dann mehrere und am Ende jedes Tages/Nachts alle um das Feuer versammelten und wir alle Songs dieser Welt spielten^^

Schön, dass am Samstag dann noch mein Kumpel Noah mit seiner Freundin Jule aus Berlin kamen. Ein vertrautes Gesicht und unsere bisherig gemeinsamen Erfahrungen kamen genau richtig. Wir beide haben da einfach die gleiche Wellenlänge in Bezug auf Selbsterfahrungs Experimente und konnten das Fest zusammen sehr gut genießen.

Zum Abschluss will ich aber unbedingt noch besonders die Lacher hervorherben. Mit Martin aus Lyon, Gleb aus (er sagte er wäre russischer Geheimagent, also keine Ahnung wo er jetzt herkommt^^) und Sü hatte ich soo viel Spaß.
Ach du scheisse haben die mich mit ihrer verquatschten Art angezündet und zusammen waren wir die Creme de la creme in Sachen Schlagfertigkeit. Ein Lob auf Sillyness!! Ey, wie Sü sich zuerst ne halbe Stunde an dieser dreckigen Raviolli Dose einen abgebrochen und dann für locker ne weitere halbe Stunde versucht hat, das Mistding im Lagerfeuer warm zu bekommen… und dann hat es nach seiner Aussage schlechter geschmeckt, als Kalt – Looool. Ach du meine Nase. Das war hiiiiigly entertaining.

Bleibt mir nur noch zu sagen, dass es rückblickend wirklich cool war, mit einigen Downs, klar, allerdings mit nachhaltigeren Ups.

Was bleibt? Ich werde weiterhin solche Events besuchen, weil die Leute zu energetisch und gut drauf sind, um das nicht ins Leben einzubauen. Ich werde mehr Yoga in mein Leben integrieren. Dazu auch wieder regelmäßiger Wims Atmung… Und mich hoffentlich immer wieder dran erinnern, dass Leben und mich nicht so ernst zu nehmen.

Vielen Dank euch wundervollen Seelen. Came as a stranger and left as a friend

J4l3n

English: Yep, so there it went on Thursday 15.06. – 18.06. – City of Seekers in Hameln. I had the days before somehow still no Mode, no anticipation of the festival and here is also immediately the first important learning for me. From now on I think and feel more inside myself, if I really want to do this or that. In the last few weeks I have given my approval for things, agreements and events too quickly and carelessly and have not even felt it through beforehand. And then it can happen that the festival means pure stress in the run-up, because my energy just wasn’t there and I rather felt like a relaxed weekend with Diablo 4 in my comfort zone… good that I resisted the convenience 😉

The whole thing took place at the Alpha One campground in Hameln. Curiously, there was also a caddy meeting that weekend with about 100 participants. Just as many souls as with us.
I had prepared myself in the Virmittag ordenlich for the trip, since 4 days Campging stood and I love yes preparation. So I packed my car full with food, gas stove, games and camping gear and drove the hour to Hameln. The short distance was very good for me, because it was my first festival and in the worst case I could have just turned back.

The whole festival was under the banner of the Yes family, a „Youtube“ community that likes to meet new people, seek themselves out, new experiences, and just strive for the good life, which is mostly outdoors in a community. At least that’s how I saved it for myself 😉

I knew no one in advance and that’s exactly what took me the first 1-2 hours also really strength. Most of the participants on site and of course the Orgas already knew each other and I came as an outsider type, in addition still stone old compared to the many young spiritual jumpers 😉

Of course I’m really happy that apparently more and more young people are engaged early with personality development and the scene. Of it and the world openness and tollerance contained therein, this planet can truly tolerate more.
On past journeys I often had my dear trouble with it, because I have always attributed to the young generation that the interests, rather still the topics of conversation are simply too different from the level to flow together. At the festival, however, this was an inappropriate belief, as it turned out.

The group was open-minded, highly 86 and hungry for new people and stimulating conversations. They/we were just as hungry for „just do it“, which is exactly my specialty.
So on the first evening after the barbecue we played a nice round of frisbee. I love that when it just happens. Niks planning, organizing or arranging in a big way. So Gabriel just grabbed the frisbee, has 2-3 people motivated, and short Zei

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P.S. Ich habe keine Fotos reingepackt, da auf den meisten Fotos Personen sind und die gilt es natürlich zu schützen 😉

2 Gedanken zu „City of Seekers

  1. Johanna

    Denis! Es war so nett dich dabeizuhaben – dein Grinser und deine Energie sind ansteckend und ich hab gerade sehr genossen deinen Beitrag zu lesen, weil es mich direkt zu unserem Festival zurückversetzt hat. Ein paar Dinge hatte ich sogar schon wieder vergessen und deshalb musste ich grade laut lachen, als ich die Ravioli-Anekdote gelesen habe.
    Der Breathing workshop mit anschließender Umarmungsrunde, das Frisbeespiel, die Tanzparties und das Lagerfeuersingen waren unter vielem anderen auch Teil meine liebsten Erlebnisse.
    Danke für deinen Text Denis; ich werd mich jetzt an mein eigenes Journal setzen.

    Man sieht sich immer Zweimal! Machs gut

    Johanna

    Antworten
  2. Gabriel

    Bin erst dazu gekommen, deinen Beitrag zu lesen. Ich mag deine Schreibweise sehr, super angenehm :) Freut mich echt, dass das Frisbee spielen dir getaugt hat, es war auch einer meiner Lieblingsmomente.

    Alles liebe ♥️
    Gabriel

    Antworten

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