Cooler Typ oder doch Angst?

Ich sitze gerade auf meiner Couch, trinke nen sehr gesund schmeckende Smoothie(Endlich mal wieder etwas gesünder ernähren, Mann) und höre etwas klassische Musik, das macht das Schreiben so viel einfacher und schöner.

Um ehrlich zu sein..
…ist das schon alles nen Drama. Meine Eltern sind/waren schwer krank und haben eine harte Zeit hinter sich, ich blieb relativ gelassen… Mein Bruder hat es echt schwierig da unten, ich bleib relativ gelassen… Ich schmeiße meinen Job hin und kündige alles, was ich mir aufgebaut habe um nach NZ zu gehen, bin dabei relativ gelassen…Ich habe die letzten Wochen und Monate so schöne Sachen erlebt und bleibe relativ gelassen… ich kann das machen, was ich will, wovon andere nur träumen könnten und neidisch auf mich sind, ich bleibe dabei relativ gelassen…

Das hat echt nichts mit Arroganz zu tun, das weiß jeder der mich kennt, aber warum bin ich so, abgebrüht, so locker, so “I don´t care about”-Style?

Bin ich so ein cooler Typ, der mit solchen Sachen einfach gut umgehen kann und die schlechten Dinge nicht so an sich heranlässt, immer gut vorbereitet auf das Leben und meist einen Plan B? Oder überspiele ich meine Sorgen nur und hoffe einfach ganz fest, dass es immer irgendwie weiter geht? Ist es die Erfahrungen, die ich im Leben gesammelt habe und kann mich einfach sehr gut einschätzen und über Wasser halten? Oder ist es doch Angst, die mich plagt und ich nicht anders kann, als “normal” mit den Dingen umzugehen, aber innerlich sehr verunsichert bin und viele Zweifel habe?

Zurück zu meinem Plan W&T in NZ:
Das Erstaunlichste an diesem Vorhaben ist das hier, jetzt gerade…
Wenn man mich fragt, ob ich mich schon richtig auf diesen Trip freue, dann würde ich ganz ehrlich “Nein” sagen. Ich kann das einfach so machen, weil ICH ES WILL. Andere um mich herum haben entweder nicht die Zeit, sind im Job gebunden, haben eine Beziehung, andere Bindungen in deren aktuellen Lebensinhalt, gesundheitliche Probleme oder einfach nur Schiss. Ich schreib das nicht, weil ich nen geiler, mutiger Typ bin, aber trotzdem bleibt die Frage, wenn ich mich so oft mit anderen Vergleiche, warum freue ich mich dann nicht?

Ich glaube eine Antwort ist definitiv, dass das ein Schritt in das Ungewisse ist und ich nicht weiß, ob es so wird, dass ich am Ende sagen kann “Es hat Spaß gemacht” und ich habe mein Klick gefunden. Das nächste ist auf jeden Fall auch, dass es(anders als bei vielen anderen) kein Traum ist, den ich mir erfülle.
Es ist lediglich ein Versuch meine teilweise unglückliche, langweilige, inhaltslose und vor allem lustlose Situation im Leben zu ändern, in dem ich mal was ganz Wildes und Neues probiere. Ein weiterer großer Punkt ist natürlich die Außenansicht von mir selbst, weil ich glaube, dass es richtig ist.

Mein Ziel wird es sein, nach der Reise zu wissen, was ich will, was ich nicht will und wohin ich mich entwickeln möchte. Bisher habe ich immer gedacht, Ziele zu haben und diese zu erreichen ist eine gute Motivation und Taktik. Ich finde das immer noch so, aber ich habe dieses Jahr extrem gemerkt, je mehr man sich vornimmt und weniger “einfach passieren lässt” desto weniger kann mein sein Erreichtes genießen und Wert schätzen.
Ich würde mir gerne für da unten nichts vornehmen…

Was auf jedenfall am Ende der Rechnung rauskommt ist, dass ich sehr gespannt bin, ob ich das wuppen kann. Nur weil 19 jährige Lauras es schaffen, heißt das nicht, dass jeder das kann. Aber darauf habe ich Bock.

…Wenn du Veränderung willst, dann ändere was…

J4l3n

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