Fazit nach sechs Wochen Fruechte pflücken

Ich bin mittlerweile 6 Wochen auf dem Jones Orchard hier in Cromwell und da kann ich ruhig mal ein kleines Fazit geben.
Auf der Soll Seite ist auf jedenfall, dass der Job koerperlich super anstregend ist, klar das wollte ich, aber manchmal schon etwas viel. Die fruehen Stunden beim Arbeiten sind dank der irre kalten Naechte und Morgenede sehr kalt und machen wirklich kein Spass.
Das Worken auf Contract ist bei schlechten Rates einfach super upgefu**** und auch wenn wir normal auf Wages Pfluecken ist es Mist.
Ich bin oft so froh wenn ich dann zu Hause bin, aber ich kann auch gut ueber alles meckern, ich weiss.

Die Pause geniessen, jede Sekunde

Die Pause geniessen, jede Sekunde


Auf der Haben Seite steht auf jedenfall, dass man etwas sparsamer lebt, weil beispielsweise 11,99$ fuer 600g Hack einfach mal eine Stunde auf diesem verdammten Feld pfluecken bedeutet, also man kann schon besser sparen, anders als wuerde man nun in ner Stadt arbeiten wo man jeden Tag/WE das Geld fuer Quatsch und Aktivitaeten ausgeben kann.
Weiterer Pluspunkt ist auf jedenfall unser Haus. Ich liebe es einfach. Auch meine Roommates sind super geil und es macht einfach Spass nach der Arbeit zu quatschen und zu flacksen.
Smoker!

Smoker!

Ich mag aber auch die Chats die wir auf dem Feld haben. Aber die Meisterdisziplin ist das auf Contract arbeiten.
Natuerlich ist das schlechte am „auf contract“ arbeiten auch das Gute. Da ich hier bin um Kohle zu machen und gut bin, wenn es was zu verdienen gibt, macht es auch sehr Spass nach den Dollars herzu jagen und selber zu bestimmen, was man am Ende des Tages rauskriegt.
Schnell Bag leeren und weiter, G0G0

Schnell Bag leeren und weiter, G0G0


Bis auf den ersten Tag habe ich immer etwas mehr verdient und diesen Montag geschaetzt nen 50iger mehr, da die Rate ganz gut war.
Aber die Felder sind nun so gut wie leer gepickt und nun geht es weiter. Neben picken gibt es noch andere Aufgaben auf dem Obstgarten, wie Baueme mit Antiparasiten Farbe anmalen, im Packhouse Obst packen, Unkraut killen und Prunen. Prunen bedeutet, dass die Baeume beschnitten werden und so wachsen, wie die Eigentuemer es gerne haetten. Hintergrund ist, dass die Baume zum Pfluecken in der naechsten Saison eine gewisse Struktur haben muessen und vorallem eine gewisse Breite und Hoehe, da man die Baumspitzten, wo die meisten Fruechte sind mit einer einfachen 9-Fuss-Leiter eirreichen muss.
Vorne gepruned, hinten noch nicht

Vorne gepruned, hinten noch nicht


Das Prunen geht die naechsten 3-4 Monate und wird hauptsaechlich mit Hydroladdas gemacht. Eine hydralisch betriebene Leiter die etwa 8 Meter hoch geht und mit der man den gesamten Baum beschneiden kann. Sau wacklig so nen mistvieh, da man es mit den Fuessen kontrollieren muss, d.h. 3 Pedale. Dazu mache ich nochmal einen eigenen Post.

Auf jedenfall habe ich fuer mich entschieden, dass ich erstmal noch etwas hier bleibe und noch weitere Dollars zum weiterreisen ansparen will und dann mit der Westkueste weiter mache und dann zum Norden der Suedinsel, wo das Klima hoffentlich besser als hier unten ist.

Alles in Allem bin ich zufrieden, auch wenn es Tage gibt wo ich nicht mehr kann und will, aber ich halte erstmal noch etwas durch.

Fruchtige Gruesse
J4l3n

2 Gedanken zu „Fazit nach sechs Wochen Fruechte pflücken

  1. Thomas Fülling

    Jaja, fleißiges Kerlchen, der Herr Sohn!!;)
    Dann lernst du dort auch, zu arbeiten und nicht nur am Rechner sitzen.
    Deine Bilder lösen in uns etwas Fernweh aus, aber das ist wohl auch der Sinn…..
    Mach weiter, wie du denkst, aber übernimm dich nicht.

    Liebe Grüße
    Deine Eltern

    Antworten
    1. j4l3n Artikelautor

      Ihr Witzbolde :) :) „lernst zu arbeiten“ :) ich bin froh das ich bald weiter Reise, ist teilweise echt zu krass… Aber ich werde bestimmt diese Erfahrung gerne gemacht haben wenn ich später zurück gucke und wieder im Büro arbeite.

      Antworten

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